Überzeugender Auftritt der zweiten Mannschaft gegen SVG Saarbrücken II

Am drittletzten Spieltag der aktuellen Saison in der Saarlandliga war die Mannschaft der SVG Saabrücken II bei uns in der Lambsbachhalle in Kirrberg zu Gast. Auf dem Papier waren wir zwar klarer Favorit, aber bisher hatten die Saarbrücker eine recht erfolgreiche Saison gespielt – vor diesem Spieltag bildeten sie mit den punktgleichen Mannschaften aus Illingen und der Spielvereinigung Gema St. Ingbert/Lebach unser unmittelbares Verfolger-Trio – und die reinen Wertungszahlen sind ja manchmal auch trügerisch, insbesondere bei einer Mannschaft, die gleich mehrere junge Spieler in ihren Reihen hat, welche regelmäßig in überregionalen Turnieren Erfahrungen sammeln und ihr Schachwissen ständig erweitern. Wir hatten uns also vorgenommen, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Man könnte sagen, wir haben das auch einigermaßen sauber über die Bühne gebracht. Hier sind die Paarungen und Ergebnisse (an den geraden Brettern hatten wir als Gastgeber Weiß):

1. Tabatt, H. (2298) – Maaß, W. (2012) 1-0
2. Becker, J. (2027) – Weiss, F. (1931) 1-0
3. Bürmann, J. (2053) – Joeres, R. (1819) ½-½
4. Uhrig, C. (1919) – Zha, K. (1708) 1-0
5. Busemann, S. (2023) – Jenner, M. (1684) 1-0
6. Scheuermann, G. (1987) – Schmied, E. (1618) 1-0
7. Fiedler, R. (1845) – Stephanus, J. (1825) ½-½
8. Ripperger, R. (1891) – Braun, B. (1717) 1-0

Gesamtergebnis: SC Caissa Schwarzenbach II – SVG Saarbrücken II 7 – 1

Da bei diesem Resultat keine mit dem jeweiligen Spielstand verbundene Dramatik entstand, stelle ich die Partieverläufe gemäß der Brettreihenfolge vor.

Die Eröffnungsbehandlung von Walter Maaß und Hendrik am ersten Brett hätte man vor Jahr und Tag noch unter Damenbauernspiel abgelegt, heutzutage ist es eher eine Nebenvariante des Londoner Systems. Dies behandelte Hendrik deutlich aktiver als sein Gegner. Walter ließ sich am Damenflügel ein wenig einschnüren, dies unter anderem von einem schwarzen Bauern auf c4, den man wahrscheinlich schon bei erster Gelegenheit mit b3 hätte befragen sollen. Stattdessen versuchte er, am Königsflügel aktiv zu werden, wo er noch vor der Rochade etwas verfrüht zu f4 griff, was ihm einen sehr zur Schwäche neigenden rückständigen Bauern auf e3 einbrachte. Kurz später kam es dann zu folgender Stellung:

Maaß, W. – Tabatt, H. nach 15. .. Se4

Hier sollte Weiß vielleicht sofort rochieren in der Hoffnung, dass er die nachfolgenden gegnerischen Aktivitäten am Damenflügel – Züge wie b5 und a5 kommen einem in den Sinn – irgendwie überlebt. Der Partiezug 16. Sxe4? verliert hingegen forciert: nach 16. .. Lxe4 17. 0-0 Dg5 18. Lf3 fiel der bereits erwähnte e-Bauer kompensationslos; andere Fortsetzungen für Weiß (nach 16. .. Lxe4) sind aber auch nicht besser. Hendrik stellte danach seinen Läufer vorübergehend nach d3, von wo aus dieser das weiße Spiel weitestgehend lähmte. Er setzte im weiteren Verlauf seine Bauern am Königsflügel in Bewegung und schickte sich nach Damentausch an, seinen König gewinnbringend ins Zentrum der weißen Stellung zu überführen, was sich sein Gegner aber nicht mehr zeigen lassen wollte. Zu Walters Verteidigung sei gesagt, dass Hendriks ausgesprochen instruktive Spielweise den Gegner zuweilen schlechter aussehen lässt, als er es vielleicht verdient hat.

Jörg hatte im Urlaub hinreichend viel Energie getankt, um mit den weißen Steinen gegen Frederic Weiss seinen ersten Sieg in dieser Saison einzufahren. Die beiden Kontrahenten spielten einen geschlossenen symmetrischen Engländer und folgten für einige Zeit den theoretisch ausgetretenen Pfaden. Jörg hatte beim Übergang ins Mittelspiel etwas Raumvorteil und sein Gegner traf die unglückliche Entscheidung, das Spiel durch Abtausch einiger Leichtfiguren, eine davon sein schwarzer Fianchetto-Läufer, ein wenig zu vereinfachen. Dadurch kam Jörg in der Folge relativ unbelästigt zu f4, f5 und f6, wonach Weiß das klar bessere Spiel erhielt, unter anderem, weil auf d6 ein schwarzer Isolani mit nur geringen Überlebenschancen entstanden war. Interessanterweise führte die weiße Attacke am Königsflügel letzten Endes innerhalb nur weniger Züge zu einem völligen Zusammenbruch der schwarzen Stellung auf der anderen Seite des Brettes:

Becker, J. – Weiss, F. nach 27. .. Ld6

Hier wurden zwei Züge zuvor die Damen getauscht, wovon sich Schwarz wohl eine unmittelbare Entlastung erhofft hatte, auch wenn danach zum wiederholten Mal in dieser Partie ein gegnerischer Bauer auf f6 aufgetaucht war. Jörg, der den Damentausch auch hätte vermeiden können, hatte ganz richtig gesehen, dass die schwarze Bauernstruktur deutliche Schwachstellen aufwies, die sich nach dem Entfernen der Königinnen relativ leicht ausnutzen ließen. Nach der mehr oder weniger forcierten Variante 28. Sxe7+! Sxe7 29. fxe7 Tfe8 30. Lxb7 Tc7 31. Lxa6 Texe7 32. Txd6 war das schwarze Kartenhaus in sich zusammen gefallen und die Stellung eigentlich aufgabereif. Nach weiteren acht Zügen kam Frederic auch zu dieser Überzeugung und die beiden schüttelten sich die Hände.

Roman Joeres sah sich am dritten Brett mit Weiß gegen Jan mit Grünfeld-Indisch konfrontiert und spielte ein bekanntes Bauernopfer, bei dem es zu Damentausch kommt und Weiß als Kompensation für den Bauern – anders als Schwarz – sein Läuferpaar behalten darf. Jan konnte verhindern, dass sein Kontrahent daraus schnell Kapital schlagen konnte; jedoch gelang es Weiß, seine Türme auf der d-Linie zu verdoppeln und letztere damit dauerhaft zu kontrollieren. Jan hatte im Laufe der Partie seinen verbleibenden Läufer zu einem günstigen Zeitpunkt nach h3 gestellt, in der mittlerweile entstandenen Stellung war jedoch nicht mehr ganz klar, ob sich der Läufer dort wirklich noch wohlfühlen durfte. Eine sehr interessante Stellung entstand nun nach dem 23. Zug von Schwarz:

Joeres, R. – Bürmann, J. nach 23. .. Sg5

Der schwarze Springer war zur Unterstützung des Läufers herbeigeeilt, was zum einen gxf3 ermöglicht, wodurch der Läufer zurück ins Spiel gebracht wäre, zum anderen Züge des weißen f-Bauern entschärft, weil dann immer Se4+ folgen kann. Weiß hätte nun aber 24. Le3!? probieren können. Durch das drohende Lxg5 wäre der schwarze Läufer auf h3 schutzbedürftig (da auch fxg4 im Raum steht) und nach 24. .. Th8 wäre 25. Lxg5 fxg5? wegen des darauf folgenden Eindringens des weißen Turms auf d7 und Angriff auf gleich zwei hängende Bauern eher ungünstig für Schwarz. Die beste Option wäre deshalb vermutlich, entweder (nach 25. Lxg5) 25. .. gxf3 zu ziehen mit der möglichen Folge 26. Le3 fxe2 27. Txe2 oder nach 24. Le3 diese Stellung gleich mit 24. .. gxf3 und entsprechender Zugumstellung anzustreben. Schwarz hat dann drei Bauern für die Figur und behält die Kontrolle über d7, der Ausgang der Partie wäre völlig unklar. Gespielt hat Weiß allerdings tatsächlich 24. fxg4 und nach 24. .. Se4+ und einigen weiteren Zügen einigten sich die Kontrahenten auf Remis, für Jan ein Unentschieden aus der Position der Stärke heraus: Am Ende hat Schwarz einen Mehrbauern und sein Springer steht gut auf c5, von wo er unter anderem das Einbruchsfeld d7 kontrolliert, und zudem nicht vertrieben werden kann, wogegen Weiß zwar die Kontrolle über die d-Linie und den für ein reines Leichtfigurenendspiel vielleicht etwas besseren Läufer hat, jedoch über gleich drei Isolani verfügt, sodass Jans Stellung sicher vorzuziehen ist.

Ich selbst musste mich am vierten Brett mit Kevin Zha auseinandersetzen. Nach wenigen Zügen zeichnete sich die klassische Variante der Pirc-Verteidigung ab. Da diese das Lieblingssystem meiner Frau ist, kann ich zumindest nicht behaupten, mir fehle die praktische Erfahrung in dieser Eröffnung. Als vorentscheidend erwies sich folgende bekannte Theoriestellung:

Uhrig, C. – Zha, K. nach 11. .. Te8

Weiß kommt in dieser Variante dem von Schwarz mit Dc7 und Sbd7 vorbereiteten Zug e5 zuvor, indem er diesen Zug selbst zu einem geeigneten Zeitpunkt spielt (der jetzt im Diagramm auf e5 befindliche schwarze Bauer kam nicht von e7, sondern von d6). Schwarz versucht dann in der Regel, diese Spielweise zu widerlegen. Auf den ersten Blick würde man in der Diagrammstellung vielleicht denken, Weiß müsse den Läufer ziehen und nach beispielsweise 12. Lg5 exd4 13. Sxd4 Sf4 steht Schwarz tatsächlich besser, wodurch die Qualität der von Weiß gespielten Variante doch sehr infrage gestellt wäre. Stattdessen greift Weiß jedoch in der Diagrammstellung zu dem Zug 12. d5!, welcher einen unwissenden Gegner dann doch ins Grübeln bringen kann. Es gibt darauf einige gut spielbare Antworten, etwa 12. .. Lf6 oder 12. .. Sf4, aber insbesondere auch die meistgespielte Variante 12. .. Txe7 13. d6 Dd8 14. dxe7 Dxe7 gilt durchaus als brauchbar, wobei ich persönlich danach die weiße Stellung bevorzuge. Ganz schlecht ist 12. .. cxd5? 13. Sxd5 Db8 14. Sg5!, wonach für Schwarz guter Rat nicht nur teuer, sondern vielleicht schon gar nicht mehr im Angebot ist. Kevin zog nach längerem Nachdenken (nach 12. d5) 12. .. Db6?, was nach 13. a5! Dxb2 (13. .. Dc7? ist nicht besser, weil sich die Stellung nach 14. d6 Db8 15. Sg5! schon nicht mehr gut verteidigen lässt) 14. Sa4 (noch etwas besser ist 14. Tb1 wegen der im Verhältnis zur Partievariante besseren Stellung des weißen Springers auf c3, wobei 14. .. Dxc3 natürlich mit 15. Lb4 beantwortet würde) Dxa1 15. Dxa1 Txe7 zu einer Stellung führt, die Weiß trotz des nur geringen Materialvorteils (Dame für Turm, Läufer und Bauer, dazu bei gegnerischem Läuferpaar) hinreichend große Gewinnchancen verspricht, wenn auch die Umsetzung noch einigen Aufwand erfordert. Schwarz hat etwa ein schwaches Feld f7 und der Ta8 kommt viel zu spät ins Spiel. Andererseits kommt der weiße Randspringer auf a4 in der restlichen Partie nicht mehr vom Fleck; er kontrolliert allerdings das Feld c5, was in einigen Varianten von Bedeutung sein sollte. Kevin fand in der Folge gute Züge und die Partie endete erst im 37. Zug, allerdings mit dem von mir erhofften Ergebnis.

Stephan lehnte am fünften Brett mit Schwarz in einem Sizilianer das von Meikel Jenner angebotene Morra-Gambit ab. Die Partie blieb auch nach Verlassen der Theoriepfade für längere Zeit in der Remis-Breite, bis sich Weiß schließlich entschied, nur mit Dame und Springer bewaffnet die gegnerische Fianchetto-Stellung anzugreifen und dabei den Springer freiwillig in eine Fesselung zu stellen:

Jenner, M. – Busemann, S. nach 23. .. Lf6

Natürlich ist da jetzt erst mal noch nichts passiert, Weiß könnte die Partie mit 24. Dg3 oder 24. Df4 unbeschadet fortsetzen; der Partiezug 24. g4?? kommt hingegen einem Suizid gleich. Er stellt mittelfristig den Springer und damit die Partie ein. Die konsequenteste Antwort ist wahrscheinlich 24. .. Tc4!, da dieser Zug sowohl die Figur als auch die weiße Königsstellung bedroht, aber es gibt noch einen zweiten Gewinnweg, der ebenfalls schnell zum Ziel führt und für den sich Stephan entschieden hat: Schwarz spielt nach dem erfolgten 24. g4?? den Zug 24. .. Kg7 und bringt danach den f-Turm nach h8. Nach drei weiteren Zügen gab sich sein Gegner geschlagen. Stephan hatte damit den ersten deutlicheren gegnerischen Fehlgriff der Partie sofort ausgenutzt.

Gerhard spielte mit Weiß gegen Elias Schmied am sechsten Brett den beliebten Durchzugs-Franzosen. Unglücklicherweise vermischte er dabei in einem Augenblick der Unachtsamkeit zwei miteinander inkompatible Eröffnungsvarianten und ihm ging als Konsequenz der weiße d-Bauer ohne ausreichende Kompensation verloren. Auf der Suche nach Gegenspiel brachte Gerhard nun erst einmal seine Dame in die Nähe des gegnerischen Königs und wenige Züge später kam es zu folgender Stellung:

Scheuermann, G. – Schmied, E. nach 18. Dh3

Nach 18. .. Tfd8 behielte Schwarz den Mehrbauern bei guter Stellung, aber der Impuls, sofort die c-Linie zu besetzen, war wohl stärker und nach 18. .. Tfc8?? war Weiß plötzlich am Drücker. Nach 19. Sxd5! exd5 20. Dxd7 Td8? (20. .. Tc7 ist trotz des damit verbundenen Bauernverlusts besser, weil Schwarz dann zumindest auf etwas Gegenspiel in der c- oder d-Linie hoffen kann) 21. Dg4 Lf8 22. e6! stand Gerhard auf Gewinn, den er sich in der Folge auch nicht mehr streitig machen ließ.

Am siebten Brett spielten Joseph Stephanus und Robert, letzterer mit Schwarz, eine offene symmetrische Variante der englischen Eröffnung. Im Laufe der Partie ließen beide Spieler gleich mehrere Chancen zum Gewinn aus. So hatte erst Robert etwas Glück, als sein Gegner im Mittelspiel eine Möglichkeit zum Figurengewinn übersah; er selbst ließ dann seinerseits nach dem Übergang in Endspiel eine klare Gelegenheit zum Sieg links liegen: er hätte den gegnerischen Turm zwar nicht gewinnen, aber für den Rest der Partie kalt stellen können. Zeigen möchte ich zwei Positionen aus dem späteren Bauernendspiel, in denen – einmal von Weiß, einmal von Schwarz – ebenfalls der jeweilige Gewinnplan nicht gespielt wurde:

Stephanus, J. – Fiedler, R. nach 45. Kxc3

Hier hatte der weiße König gerade einen schwarzen Läufer auf c3 geschlagen. Die Stellung ist nun klar für Schwarz gewonnen. Nach 45. .. f5! sieht man leicht, dass der Freibauer auf e3 rechtzeitig gedeckt werden kann. Weiß bleibt nichts anderes übrig, als diesen in der Folge mit dem König zu bewachen. Sein schwarzer Counterpart räumt derweil in Ruhe die weißen a-Bauern ab, um danach seine Freibauern auf dem Weg zur Umwandlung zu unterstützen. Der Partiezug 45. .. Kb6?? vergibt diese Siegchance, verdirbt die Partie allerdings nicht nur zum Remis. Die entstehende Stellung ist mit Weiß eigentlich nur noch zu gewinnen. Sofortiges 46. g5! (nach 45. .. Kb6?? und statt des in der Partie gespielten 46. Kd3) macht dies zum Beispiel offensichtlich. Aber auch nach einer Serie von eher ungenauen weißen Zügen hatte sich an der Tatsache des weißen Vorteils noch nichts geändert:

Stephanus, J. – Fiedler, R. nach 52. .. Kb4

Nicht alle Bauernendspiele mit vereinzeltem Randbauern sind Remis. Der Gewinnplan hier ist einfach: Weiß holt schnellstmöglich den schwarzen Bauern ab und stellt seinen König auf die g-Linie, je nach genauer Zugfolge des Gegners entweder nach g6 oder g7, und ermöglicht damit die Umwandlung des eigenen h-Bauern. Schwarz fehlt genau ein Tempo, um dies zu verhindern. Weiß gewinnt also mit 53. Kg5!. Nach dem Partiezug 53. h4?? hat Schwarz allerdings das erwähnte Tempo um entweder selbst in die Ecke zu gelangen oder den gegnerischen König dort einzusperren, je nachdem, wie Weiß es spielt. Nach einigen weiteren Zügen hat Letzterer dies dann auch eingesehen und das Remis wurde vereinbart, ein für Robert auf den ersten Blick vielleicht eher glückliches, aber aufgrund der von beiden Seiten vorher ausgelassenen Chancen doch auch gerechtes Unentschieden.

Am achten Brett brachte Reinhold gegen Burkhard Braun die Tarrasch-Variante gegen die französische Verteidigung aufs Brett. Allerdings war die schwarze Stellung schon nach wenigen Zügen äußerst verdächtig:

Ripperger, R. – Braun, B. nach 6. .. Sd7

Diese Stellung legt bereits die Basis für die spätere schwarze Niederlage. Weiß hat hier vollkommen freie Hand am Königsflügel und Schwarz hat nicht die geringste Kompensation dafür. Die schwarzen Springer haben keine guten Felder, der französische "schlechte Läufer" macht seinem Namen alle Ehre und der c-Bauer ist verstellt. Reinhold zog 7. Dg4, was vielleicht nicht einmal das Beste ist (Sh3 oder Se2 kamen beispielsweise auch in Frage), aber danach muss Schwarz schon ernsthaft in Erwägung ziehen, mit 7. .. Sdxe5 8. dxe5 Sxe5 auf Kosten einer Figur für zwei Bauern etwas Gegenspiel vom Zaun zu brechen, statt sich das Elend nach 7. .. g6 (Partiezug) oder 7. .. Lf8 anzutun. Reinhold war jedenfalls in seinem Element und für Schwarz ging es stetig bergab. Die Lage war ja auch schwierig: Wenn er aktiv werden will, muss er am Damenflügel die Bauern ziehen, was eine lange Rochade eher unersprießlich macht, und an eine kurze ist ohnehin nicht mehr zu denken. Reinhold näherte sich letzten Endes dem in der Mitte verbliebenen schwarzen König über beide Flügel und machte nach 40 Zügen in seiner sechsten Saisonpartie den sechsten vollen Zähler, starke Leistung! Das war auch tatsächlich das letzte zu Ende gehende Spiel bei dem eingangs erwähnten Gesamtergebnis von 7 – 1.

Das war eine überzeugende und geschlossene Mannschaftsleistung und es viel hat Spaß gemacht, dabei zu sein. Illingen I und Gema St. Ingbert/Lebach I haben ihre Spiele ebenfalls gewonnen, sodass wir weiterhin drei Punkte Vorsprung haben, wobei aus dem Verfolger-Trio jetzt ein Duo geworden ist. Am 10. März sind wir in St. Ingbert zu Gast. Das ist ja dann bereits der vorletzte Spieltag der Saison und wir haben die Chance, mit einem Sieg die diesjährige Landesmeisterschaft schon vorzeitig zu unseren Gunsten zu entscheiden.

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