SC Caissa Schwarzenbach

So geht Schachclub heute

Abschlussbericht zur Saison der 1. Mannschaft

Als wir vor 3 Jahren unser Debüt in der 2. Bundesliga Süd gaben, hatten wir bereits realisiert, dass uns qualitativ gar nicht viel fehlt um in dieser Klasse konkurrenzfähig zu sein. Schlussendlich hätte damals schon ein 4,5 : 3,5 statt dem  4 : 4 gegen Schöneck zum Klassenerhalt gereicht.

Nach unserem starken Aufstieg der Vorsaison, erfreuten wir uns natürlich alle an der Möglichkeit erneut in der zweithöchsten deutschen Spielklasse starten zu dürfen. Da wir auch im Konsens über die Jahre spielerisch zugelegt hatten, waren wir höchst motiviert den Klassenerhalt zu erreichen.

Eine erste Ernüchterung trat ein, als die Aufstellungen der anderen Mannschaften bekanntgegeben wurden. Unsere Konkurrenten hatten sich erheblich verstärkt! Wenn man bereits die Namen Alexander Grischuk und Peter Leko an den ersten beiden Brettern einer Mannschaft liest, kann man getrost sagen, dass das die stärkste 2. Bundesliga Südklasse war, die es jemals gab. Hinzu kam, dass Ronny – immerhin unser Spitzenbrett der Vorsaison – aus beruflichen Gründen quasi nach Irland ausgewandert ist. Das hat uns alle sehr für ihn gefreut, aber hat uns natürlich genauso geschwächt. Als Ersatz habe ich daraufhin Alexander Gress nach guten Leistungen (immerhin Remis gegen mich bei der letzten SEM) in die 1. Mannschaft „befördert“.

Am 1. Spieltag trafen wir auf den Vorjahres-Dritten TSV Schönaich und es lief direkt wie geschmiert! Nachdem unser Gegner nicht in Bestbesetzung angetreten war, konnten wir einen 4,5 : 3,5 Sieg einfahren.

Leider ging es nicht in dieser Weise weiter. Gegen starke Emmendinger verloren wir verdient mit 2 : 6.

Im folgenden Spiel in Untergrombach erhofften wir uns wieder größere Chancen – und diese hatten wir auch! Nach einer für uns deutlich unglücklichen Abfolge der Ereignisse, war die Ernüchterung groß – erneut 2 : 6. Die Begegnung war völlig offen, doch Freddy stellte mit Mehrbauern die Dame ein und ich warf eine mindestens +5 Stellung einfach weg.

Nachdem es anschließend für uns schon im Januar 8 (:) 0stereier gegen Eppingen gab, war zugegebenermaßen ein wenig die Motivation im Keller. Erfreulich war immerhin die Tatsache, dass wir nach dieser Niederlage in deutlich besserer Laune schienen, als die Gegner, die gerade einen Kantersieg gelandet hatten. Naja – jeder feiert wohl auf seine eigene Art und Weise.

Auch beim Heimspiel der 5. Runde gegen Mainz, kamen wir leider nicht aus unserer Formkrise heraus und verloren chancenlos mit 1 : 7. Vier Runden verblieben und es ging noch gegen die beiden stärksten Mannschaften der Liga. Da zu diesem Zeitpunkt allerdings schon Gerüchte gab, dass es eventuell nur 2 Absteiger geben würde, war durchaus noch einiges möglich.

Dass die folgende Begegnung in Viernheim verloren gehen würde, war vorhersehbar, mit 1 : 7 aber doch ein wenig zu hoch. Egal, weiter geht’s und Kopf hoch für das vorentscheidende Heimspiel gegen die SF Schöneck.
Diese traten trotz deren recht aussichtsloser Situation mit 4 Titelträgern an und besiegten uns am Ende denkbar knapp mit 4,5 : 3,5. Uns gelang es hier erneut nicht unsere Gewinnstellungen sicher nach Hause zu bringen. Das ist dann auf Dauer auch kein Pech mehr, und daran müssen wir definitiv arbeiten. Die beiden verbliebenen Runden gegen Heusenstamm und Deizisau waren somit nicht mehr von großer Bedeutung und gingen ebenfalls verloren.

Fazit:
Trotz des Abstiegs ein Kompliment an meine Mannschaft! Wir hatten durchaus unsere Möglichkeiten und waren in dieser Klasse konkurrenzfähig. Wir haben direkt zu Beginn der Saison gezeigt, dass wir kein einfacher Sparringspartner sind.

Eine Schlüsselqualität, die uns allerdings fehlte, war der berühmte Killerinstinkt. Rein vom spielerischen Verständnis ist der Unterschied zu den anderen Teams nicht erheblich gewesen. Insbesondere in den Runden 3–5 hat sich die Saison für uns auch einfach sehr unglücklich entwickelt. Hinzu kam ebenfalls, dass es bei dem Großteil der Mannschaft private Änderungen gab, die sicherlich auch Einfluss auf die Qualität hatten. Das ist bei einer solch jungen Mannschaft ganz normal und auch erfreulich.

Hervorheben möchte ich noch zwei Spieler:

Achim erreichte 3,5/9 und konnte zwei GMs und einen IM überzeugend besiegen. Er verpasste am Ende leider knapp seine erste IM-Norm.

Jan erspielte 3,5/8. Er erkämpfte sich seinen ersten IM-Skalp und konnte auch gegen 2 GMs erstmals Erfahrung sammeln. Wenn er „seine“ Stellung bekam, gewann er zudem sehr überzeugend.

Somit geht es für uns wieder zurück in die Oberliga Südwest, die wegen des Rückzugs der SG Trier aus der 1. Bundesliga ausnahmsweise mit 11 Mannschaften ausgetragen wird. Wir freuen uns auf die neue Saison und werden mit Sicherheit einen spannenden Kampf um den Aufstieg sehen!

1_mannschaft_vor_1_runde_16-17

1. Mannschaft nach dem Erstrunden-Sieg in der 2. Bundesliga.
Hinten v.l.n.r.: Andre Oberhofer, Achim Wild, Frederik Fries, Alexander Gress, Hendrik Tabatt
Vorne v.l.n.r.: Rick Frischmann, Jan Grewenig, Manuel Weller

One thought on “Abschlussbericht zur Saison der 1. Mannschaft

  • Hans sagt:

    „Eine ausführliche Stellungnahme des SC Caissa Schwarzenbach zu unserem Protest und den begleitenden Vorgängen werden wir zu gegebener Zeit veröffentlichen.“

    Dies ist seit dem 09.07.2016 (!) auf Eurer Homepage hier http://www.caissaschwarzenbach.de/?p=1628 zu lesen …

    Habe ich die „ausführliche Stellungnahme“ in einem anderen Artikel verpasst oder kommt die noch?

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