Deutliche 1:7 Niederlage gegen Mainz

Es läuft nicht viel zusammen momentan. Recht verdient haben wir am letzten Wochenende die nächste Klatsche bekommen.

Ich spielte am 1.Brett gegen GM Eric Lobron. Nach interessantem Eröffnungsverlauf bekam ich eine gute Stellung, aber verpasste dann eine gute Möglichkeit. Danach stand ich schlechter und verlor immer mehr den Faden. Schließlich übersah ich eine schöne taktische Möglichkeit meines Gegners und verlor.

Andre spielte an Brett 2 in der Eröffnung eine fragwürdige Idee. Die Stellung war wohl noch in Ordnung für Weiß, aber Schwarz stand zumindest nicht schlechter. Danach opferte sein Gegner die Qualität, wonach die Stellung wohl noch irgendwie im Ausgleich sein sollte, aber extrem schwer für Weiß zu spielen ist. Bald später musste Andre aufgeben.

Achim spielte gegen IM Oleg Krivonosov, der Abtausch-Slawisch wählte. Achim wählte wohl nicht die genauste Zugfolge und stand danach etwas schlechter. Nach einer für ihn guten Stellungstransformation, übersah er leider eine taktische Möglichkeit, wonach seine Stellung hoffnungslos war.

Manu spielte gegen GM Slavko Cicak. Dieser wählte im beschleunigten Drachen einen ungewöhnlichen Aufbau mit e6 statt d6, hatte aber anscheinend schon einige Erfahrung damit. In der späteren Analyse kamen wir zu dem Entschluss, dass man das von Schwarz angedachte Qualitätsopfer annehmen sollte, obwohl die Stellung sehr unklar bleibt. Manu spielte anders, Schwarz konnte bequem ausgleichen und bald sogar die Initiative übernehmen. Eine sehr starke taktische Möglichkeit hätte seine Stellung noch gerettet. Nachdem er diese ausließ war an der Niederlage nichts mehr zu ändern.

Hendrik kam am 5.Brett nicht sonderlich gut aus der Eröffnung und stand schon bald positionell sehr fragwürdig. Sein Gegner spielte sehr schnell und hatte diese Stellung wohl schon in einer vorherigen Runde auf dem Brett. Etwas merkwürdig, dass er trotzdem die interessante taktische Möglichkeit 8.-e5!? erlaubte, die allerdings schwer zu sehen ist. In der entstandenen Stonewall-Struktur verwertete sein Gegner den positionellen Vorteil dann recht überzeugend.

Jan spielte gegen Französisch die Tarrasch-Variante und wurde mit dem Abwartezug 3.-a6 überrascht. Er entschied sich für eine interessante Möglichkeit, aber opferte dann recht überflüssig einen Bauern. Schwarz hatte mit Sicherheit mehrmals eine Gewinnstellung erreicht, aber Jan verteidigte sich mit allen Mitteln. Am Ende war sein Gegner dann in weiterhin besserer Stellung gnädig mit ihm und der Punkt wurde geteilt. Partieanlage schlecht, Kampfgeist stark.

Alex hatte mit Schwarz am 7.Brett gegen GM Zigurds Lanka einen richtig "harten Brocken". In einer von Lanka ausgiebig analysierten Variante kam Alex einfach unter die Räder. Kopf hoch, das kann mal passieren.

Bei Max hatte ich am Anfang ein sehr gutes Gefühl. In der Spanischen Partie bekam er direkt eine schöne Stellung, entschied sich dann aber für den Zug 16.a4. In dieser Struktur ist es oft besser das schwarze Gegenspiel mit c5-c4 durch den Zug b2-b3 abzuschwächen. Wenn Schwarz nun trotzdem mit c5-c4 fortsetzt, kann der Bauer auf c4 nach einem Abtausch zur Schwäche neigen. Alternativ ist auch der Zug b3-b4 eine typische positionelle Idee, die Weiß eine sehr gute Stellung verspricht. Nachdem die Stellung sehr unklar wurde und Max kurzzeitig auf Verlust stand, entschied sich sein Gegner für ein Dauerschach.

4 Spiele verbleiben uns noch zum Klassenerhalt, doch dieser wird extrem schwer. Nächsten Sonntag geht's weiter gegen den starken SC Viernheim. Da wäre ein kleines Lebenszeichen doch ganz schön.

Bericht von Rick Frischmann

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.