Niederlage im Derby

Gegen Saarbrücken klappts irgendwie nicht.

Diesmal wars zwar nicht ganz so tragisch wie in unserer Auftstiegssaison vor 2 Jahren, als 3 bis 4 mehr oder weniger (oder ganz deutliche:)...) Gewinnstellungen wegbrachen, aber auch diesmal war sowohl von den Mannschaftsaufstellungen her als auch von den Positionen auf dem Brett ein Sieg eigentlich Pflicht.

Und wie schon so oft begann der Wettkampf verheißungsvoll:

Ich konnte nach nicht ganz 3 Stunden den Führungstreffer gegen Dennis Müller schießen. Die schwarze Partieanlage gelang nicht so recht, und ich kam mit Entwicklungsvorsprung und Strukturvorteilen ins Mittelspiel. Dann leistete ich mir allerdings 2 Ungenauigkeiten, nach denen Dennis hätte vielversprechend abwickeln, und eine schwierige Position mit etwas Vorteil erreichen können. Als er an dieser Chance vorbei gegangen war, war die schwarze Stellung schon nicht mehr zu retten. Ich musste zwar eine Figur geben, kassierte dafür aber einige Bauern und erhielt ziemlich überwältigenden Angriff. Nach 18 Zügen war schon alles vorbei und wir führten 1:0.

Wenig später legte Rick an Brett 1 gegen Cedric Paci nach, und hinterließ dabei wie gewohnt einen starken Eindruck: Von außen konnte man nervös werden, denn der schwarze König sah sich ziemlichem Druck ausgesetzt. Aber der Eindruck trügte wohl; Rick verteidigte sich ganz ruhig, und holte langsam zum Gegenschlag aus. Es zeigte sich, dass der schwarze Angriff mehr Substanz hatte. Rick gewann einen Bauern, und durfte sich zudem an einem wirkungsvollen Läuferpaar erfreuen.

Am Ende konnte er noch per Doppel-Turm-Opfer das Matt erzwingen! Super stark, und 2:0 für uns.

Aber von jetzt an gings leider „Berg ab“:

Freddy musste sich an Brett 5 mit Schwarz Cedric Holle geschlagen geben. Hier gibt’s allerdings nix zu meckern: Cedric lieferte eine sehr starken positionellen Vortrag, und nutzte die zu passive Partieanlage von Freddy sehr gekonnt aus. Cedric scheint in den letzten Monaten nochmal einen ordentlichen Sprung gemacht zu haben, und ich wünsche ihm, dass es so weiter geht. Der Sieg war einfach gut raus gespielt, und den Punkt muss man Saarbrücken geben.

Dann verlor aber Jan Grewenig an Brett 7 gegen Stefan Busche, und das war sicher nicht unbedingt nötig: Stefan kam mit guter Spielanlage vorteilhaft ins Mittelspiel, und durfte sich eines starken Läuferpaares und Angriffschancen erfreuen. Da Schwarz auch noch einigermaßen passiv stand, hatte Weiß sicher Vorteil. Aber Jan verteidigte zäh und präzise, und konnte die weiße Initiative schließlich eindämmen. Am Ende stand er mit Dame und Springer gegen Stefans 2 Türme + Läufer aktiv genug, um nicht in Verlustgefahr zu geraten. Leider stellte Jan dann seinen Springer einfach ein, und auf einmal stands 2:2.

Als nächstes verlor Jan Bürmann an Brett 8 gegen Martin Schmidt. Das war sicher die bitterste Niederlage für uns. Jan hatte mit Weiß sehr stark agiert und eine komplette Gewinnstellung erreicht.In der Folge verlor er aber immer mehr den Faden, und gab Stück für Stück seinen Vorteil ab, bis er schließlich in einem Endspiel mit Qualität weniger landete, das objektiv wahrscheinlich schlecht für ihn war, aber dank eines sehr starken Freibauerns auf der 7ten Reihe zumindest praktisch noch gute Chancen bot. Hier stellte Jan leider einzügig seinen Springer ein, und musste sofort aufgeben. Ganz hart für Jan, der trotz toller Partieanlage leer ausging.

Wir lagen jetzt mit 2:3 hinten, und es sah schlecht aus.

Zwar hatte Achim an Brett 6 Christian Vogel überspielt, und es war abzusehen, dass er den Ausgleich wieder herstellen würde, aber an Brett 2 und 3 konnten wir kaum noch auf Punkte hoffen, denn Ronny und Andre standen mittlerweile verlustträchtig.

So verwertete Achim seinen Vorteil im Turmendspiel und fuhr einen souveränen Punkt ein, aber Ronny und Andre befanden sich mittlerweile in verlorenen Damenendspielen.

Etwas bitter war, dass Andre zwischenzeitlich eine 3-fache Stellungswiederholung nicht reklamiert hatte, aber am Ende hätte das auch nichts genützt.

Am Schluss stand eine 3:5 Niederlage.

In der hart umkämpften Liga sicher ein Rückschlag für uns.

Zum nächsten Spieltag müssen wir nach Worms, die sich zur Zeit in guter Form befinden. Also haben wir eine schwere Aufgabe vor uns, aber wenn wir oben dran bleiben möchten, wäre ein Sieg in Worms Pflicht.

Schauen wir mal, obs dort besser läuft:)

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