(3) SVG Saarbrücken I – Caissa II 4,5-3,5

SVG Saarbrücken           4½-3½ SC Caissa Schwarzenbach II
 3 Bastian,Herbert        1 : 0 Gress,Alexander         1
 7 Simkin,Mark            0 : 1 Bureik,Matthias Dr.     2
 8 Busche,Stefan          ½ : ½ Becker,Joerg            4
 9 Mueller,Denis          1 : 0 Busemann,Stephan        5
10 Vogel,Christian Dr.    ½ : ½ Buermann,Jan            6
11 Pernutz,Hans-Gerhard   0 : 1 Yin,Stanley             7
12 Schmidt,Martin         1 : 0 Ripperger,Reinhold      8
15 Preiss,Vincent         ½ : ½ Simons,Joerg           10

Knappe Kiste. Verdammt knappe Kiste. Aber spätestens jetzt dürfte auch unsere Zweitvertretung der Oberligakonkurrenz ein Begriff sein.

Ein nicht unwesentlicher Faktor: Im Derby beim Zweitliga-Absteiger Saarbrücken hatte das halbe Schwarzenbacher Team, rein räumlich gesehen, ein Heimspiel. So konnte mancherorts noch bis zehn Uhr ausgeschlafen werden, nur um anschließend einer ersatzgeschwächten, da franzosenlosen Saarbrücker Mannschaft entgegen zu stehen (ein Dank gilt dem französischen Schachverband für die geschickte Terminierung ihrer Nationalligen).

Entsprechend munter begann das Treiben an den Brettern: Erneut hielt sich die Mannschaft in der Eröffnungsphase schadlos und erarbeitete sich an einigen Brettern sogar aussichtsreiche Positionen. Selbst nachdem Alex kurz darauf entscheidendes Material und somit die Partie gegen DSB-Präsident Herbert Bastian verlor, befand sich ein Schwarzenbacher Mannschaftssieg noch im Bereich des Möglichen.

Wenig später remisierte unser Ersatzmann Jörg S. gegen seinen jungen Kontrahenten Vincent Preiß an Brett 8. Noch immer war beim Stande von 0,5-1,5 nichts verdorben, obwohl Jörg, der lange unter Druck stand, die Schlusstellung sogar hätte gewinnen können. Und der Rest? Spielte und spielte - und schleppte dieses Ergebnis über die Zeitkontrolle.

Innerhalb einer halben Stunde ging alles Schlag auf Schlag: Zwei taktische Endspieltricks führten an den Brettern 2 und 4 zum Ende der Partien, ohne jedoch etwas am Abstand zu ändern: Matthias bezwang Mark Simkin, während Stephan gegen Denis Müller den Kürzeren zog. Stanley stellte an Brett 6 gegen HGP zwar mit einem Sieg im Läuferendspiel den Ausgleich wieder her, jedoch verlor Reinhold am nächsten Brett seine vormals aussichtsreiche Stellung gegen Martin Schmidt.

2,5-3,5 bei zwei laufenden Brettern, da wurden Erinnerungen an den letzten Kampf in Mutterstadt wach. Vor allem bei erneut zwei potentiellen Gewinnbrettern: Jans Freibauer war von Dr. Vogel nicht mehr aufzuhalten, und Jörg B. konnte gegen Stefan Busche trotz ungleichfarbiger Läufer noch mogeln. Verlieren konnte das keiner mehr der beiden, 3,5 Brettpunkte waren sicher, ein Sieg hätte bereits zum sensationellen 4-4 gereicht.

Doch das Wunder blieb aus: Dr. Vogel ließ den Freibauern gewähren und baute sich mit Turm und Springer gegen die resultierende Dame eine funktionstaugliche Festung, und auch Busche ließ nichts mehr anbrennen, tauschte die Türme und zwang Jörg ins Remis. 3,5-4,5 und leere Hände also unterm Strich, aber immerhin: Wir waren verdammt nahe dran.

Zur Erinnerung und als Motivation für die nächste Runde gegen Worms: Vor nicht einmal einem Jahr verlor Schwarzenbach bereits gegen Saarbrücken I mit demselben Ergebnis. Schwarzenbach I.

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