Auch gegen Bexbach 5,5:2,5 !

Gegen den Tabellenletzten waren wir klarer Favorit und sind dieser Rolle gerecht geworden. Wer einen höheren Sieg erwartet hatte, muss zur Kenntnis nehmen, dass die Bexbacher aufopferungsvoll gekämpft hatten und dadurch an zwei Brettern die Oberhand behielten.

Max hatte rasch die bessere Stellung und überraschte seinen Gegner mit dem bescheidenen h2-h3, das dieser als Luftloch-Machen interpretiert haben muss. Nach einem indifferenten Zug folgte jedoch g2-g4, und einem Springer auf f5 wurde es sehr, sehr unbehaglich. Schwarz sah seine beste Chance in der Aufgabe der Figur, doch kam Max danach bald zum Partiegewinn.

Gerhard hatte nach 20 Zügen die klar besseren Leichtfiguren, die sich zu dritt an dem gegnerischen Bauern festbissen. Dem ersten folgte im 36. Zug ein zweiter Bauer und dann der Durchbruch in des Gegners Königsstellung. Schöner Start-Ziel-Sieg!

Einen ebensolchen landete auch Reinhold, der seinem jugendlichen Schachschüler vorführte, wie Schwarz sich aus dem Franzosen in eine Gewinnstellung befreit. Jan landete ebenfalls unangefochten in einer klar besseren Stellung mit Raumvorteil und Königsangriff, in der dem Gegner jegliches Gegenspiel fehlte. Er beschloss, nicht um einen (nirgends ausgelobten) Schönheitspreis zu spielen, sondern seinen Angriff systematisch zu verstärken, was in einen Turmgewinn mündete. Johannes hatte nach einigem Hin und Her ebenfalls Gewinnstellung erreicht, war sich seiner Sache aber wohl nicht sicher und tauschte die Damen, wonach es Remis wurde und der Mannschaftssieg gesichert war.

Meine eigene Partie kostete mich viel Zeit, um eine Nebenvariante im spanischen Saitzew zu rekonstruieren. Im Nachhinein gesehen (also mit Datenbank und Computer an der Hand) habe ich wohl das meiste gefunden, aber dann einen Kurzschluss gezündet, der meinem Gegner die Spanischbatterie weiße Dd3 und Lc2 spendierte. Die Stellung war früh platt, aber aufgeben kam noch nicht in Frage, und da mein Gegner und ich seine besten Fortsetzungen kontinuierlich übersahen, hatte ich im 36. Zug zwar eine Figur weniger, aber ein Dauerschach zur Verfügung. Doch leider - auf Inkrement spielen ist nicht meins, und so sah ich nur, dass da was war, fand es aber nicht. Mein Gegner hat das richtig gut gemacht, und ich richtig schlecht.

Die andere Niederlage fuhr Cedric ein, der eine Qualität für einen Bauern gewann, aber einen gegnerischen Zentralspringer zulassen musste. Den konnte er zwar abtauschen, aber der gedeckte Freibauer, der dadurch entstand, war nicht minder unangenehm. Schließlich sprach die Uhr ein Machtwort. Jörg überrannte seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst, verlor dann aber etwas den Faden und hätte bei höherer gegnerischer Aufmerksamkeit in Schwierigkeiten kommen können: da drohte nach Jörgs b7-b5 mitten auf dem Brett mangels sicherer Felder ein ganzer Turm zu fallen - am Ende hätte ein glatter Bauernverlust zu Buche stehen können. Nach der schwachen Entgegnung jedoch war Jörg nicht mehr zu stoppen, da der b-Bauer sich über c4 bis d3 durchfressen durfte und seine schlussendliche Entnahme zu Qualitätsgewinn und Mattangriff führte.

Insgesamt eine gute Mannschaftsleistung vor allem an den "hinteren" Brettern, die erneut vier volle Punkte eingfahren haben.

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