Gewinn mit 5,5:2,5 gegen GEMA St. Ingbert

Der erste Saarlandliga-Kampf im neuen Jahr fand zusammen mit den Spielen der 3. und 4. Mannschaft in der Sporthalle in Einöd statt. Es war ein glatter Sieg, der, wie Hans-Ulrich Barmbold anmerkte, in gleicher Höhe ausfiel wie vergangenes Jahr.

Als erste Partie war Reinholds schöner Angriffssieg gegen Axel Enders zu verbuchen, als er im 23. Zug Dame für Turm zu gewinnen drohte. Danach strich Max gegen Hans-Ulrich Barmbold die Segel, der Max' verkorkste Eröffnung mit Bauernverlust zu klarem Vorteil nutzte. Als Max auf den Rückgewinn des Bauern bei etwas schlechterer Stellung verzichtete, ging es rasch bergab. Irgendwie war es heute mal nicht Max' Tag.

An Brett 6 stand Jörg gegen Ulrich Höfer nach einem taktischen Fehler von Schwarz im 18. Zug nicht nur besser, sondern glatt auf Gewinn, den er auch recht bald realisieren konnte. Ich selbst hatte inzwischen Material- und alle erdenklichen Stellungsvorteile gegen Thomas Deutsch ergattert, nachdem dieser nach einem taktischen Überseher erst einen und nach einem Folgefehler den zweiten Bauern abgeben musste. Er versuchte noch ein wenig Gegenspiel aufzutreiben, aber bei einem gedeckten weißen Freibauern auf f6 wäre schon eine schwere Katastrophe nötig gewesen, um das Unvermeidliche abzuwenden. Außer dass die Sporthalle in Einöd langsam aber kontinuierlich tropische Temperaturen anzunehmen drohte, geschah jedoch nichts Schlimmes. (Wir haben rechtzeitig die Heizung ausgestellt 🙂 ). Doch, schlimm (für Cedric) war sein Matteinsteller gegen Tobias Zengerle. Cedric war wohl ziemlich bedient!

Gerhard hatte nach überlegener Spielführung den schwarzfeldrigen Läufer seiner Gegnerin Renate Seyffarth wieder zum Leben erweckt, aber im Gegenzug eine Qualität einkassiert. Ich war mir nicht im Klaren, was mehr wert war, als er einen seiner berühmten Scheuermann-Tricks entkorkte, der Renate sofort zur Aufgabe zwang.

Nach ruhier Partieanlage gewann Johannes mehr und mehr die Initiative gegen Michael Höfer, und nach einem sehenswerten Manöver im Zentrum opferte er einen Bauern, auf b6, den Weiß wohl besser nicht genommen hätte. Plötzlich drang Johannes über die b-Linie ein, gewann dort seinen Einsatz mit Zinsen zurück und behielt Riesen-Angriff. Weiß konnte nie mehr ausgleichen, aber Johannes ließ ein paarmal einen Killerzug aus und bot dann in besserer Stellung beim Stand von 4:2 Remis an, was den Mannschaftssieg sicherte.

Jan kam gegen Ralf Courtial gut aus der Eröffnung und stand früh etwas besser. Ihm gelang es mit einigen stellungstypischen Ideen seinen Vorteil zu vergrößern, und im 25. Zug standen seine vier Leichtfiguren ideal, während die des Gegners sich in dem Rechteck e3-h1 auf den Füßen standen. Jan hatte positionell Gewinnstellung, weshalb Weiß mit einem Qualitätsopfer im Trüben zu fischen gedachte. In der Endphase der Partie versuchte Jan, seinen Freibauern auf der c-Linie in Marsch zu setzen, wozu alle Mann ran mussten. So ging Weiß mit zwei Springern und einem Läufer auf Jans einsamen König los. Die meiste Zeit in dieser Phase verbrachte Jan damit, auszurechnen, ob nach dem nächsten Schach der König nicht etwa in eine Gabel hineingezwungen werden könnte. Aber alles gut - nach der Aktivierung des Turms nahm eine neue Dame berechenbare Gestalt an, und so war auch diese Partie zu unseren Gunsten entschieden.

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