Glattes 6:2 gegen SVG II

Gegen den Tabellennachbarn traten weniger Probleme auf, als der Tabellenstand nahelegen könnte. Wie in den letzten drei Runden gewannen die "unteren" vier Bretter, und "oben" hielt man diesmal unentschieden.

Als erster war Johannes mit Weiß nach 12-Zügen fertig, als er das Remisangebot seines Gegners bei vollem Brett gerne annahm. Jan erreichte nach einem ungenauen Damenausflug seines Gegners Vorteil, da dieser seinen Läufer b7 hinter Bauern eingesargt hatte. Jan sorgte dafür, dass der kein Licht mehr sah und am Schluss einfach verlorenging. Gerhard marschierte mit Weiß, wie er es so gut kann und beeindruckte seinen Gegner, der im 16. Zug fehlgrifff und im Angriff unterging. Jörg tat sich schwer und stand klar schlechter gegen Nicolas Schäfer. Dann aber ist er besonders gefährlich, und nachdem Weiß freiwillig sein Zentrum aufgab und im 21. Zug Mattangriff zuließ, war auch hier ein Punkt verbucht.

Am ersten Brett stand Max aktiver gegen Tim Biehl, der im Zentrum gegenhielt, aber einen isolierten e-Bauern in der halboffenen Linie inkauf nehmen musste. Der ging bald in die Kiste auf Kosten einer ruinierten Bauernstellung an Max' Königsflügel, doch im entstandenen Doppelturmendspiel mit ungleichen Läufern standen Max' Figuren aktiver. Als Tim zuließ, dass Max' Läufer gefährlich wurde, war vier Züge später Materialverlust unvermeidlich.

Ich hatte es als Schwarzer gegen Helmut Horacek mit Schottisch zu tun, das er vermutlich besser kannte als ich. Ich fand jedoch den richtigen Plan und konnte in ein gleichstehendes Turmendspiel abwickeln. Dort stellte sich die Frage, wie das mögliche Bauernrennen ausgehen würde. Ich konnte es nicht ausrechnen und hörte auf meinen Bauch, der zu passiver Verteidigung riet. Da ich sah, wie ich den Turm wieder flottbekommen würde, wählte ich diesen Weg und erreichte ohne viel Probleme Remis. Mir zeigte der Computer hinterher, wie man sich aktiv verteidigt und auch, warum es recht leicht zu sehen war, dass das Bauernrennen gar keine Gefahr bedeutet hätte.

Helmut und ich gingen ein wenig analysieren. Inzwischen war Reinhold fertig geworden, und ich hörte, wie er seine Stellung ruiniert hatte. Ich sagte dann so etwas wie "Das war es wohl mit 100%", denn Reinhold hatte alle Partien zuvor gewonnen. Später bekam ich heraus, dass Reinholds Gegner danach eine Springergabel zugelassen hatte, die seine Dame kostete und Reinhold folglich immer noch bei 100% liegt!

Cedrics Partie war lange ausgeglichen, bis er eine merkwürdige Idee umsetzte, um einen lästigen Turm zu vertreiben. Danach wurde es schwieriger, und die Bedenkzeit rauschte einmal mehr durch. Vielleicht klappt es ja in der letzten Runde mit einem Sieg, der das Saisonergebnis für ihn noch etwas freundlicher gestalten könnte.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.