Mit König Otto zum 6:2 gegen GEMA St. Ingbert

Gut erholt von der Niederlage im Spitzenspiel bei Gambit Saarbrücken zeigte sich unsere 2. Mannschaft gegen GEMA St. Ingbert. Wir mussten Stanley ersetzen, dafür erfüllte sich für mich ein langjähriger Wunsch: Ein Mannschaftskampf gemeinsam mit meinem Freund Otto Brombacher! Ansonsten konnten wir in Bestbesetzung antreten.

Auch GEMA musste Ersatz aufbieten, und so kam es an Brett 7 zum Duell der Altmeister Willi Schuh gegen Otto Brombacher. Nach etwas unkonventioneller Eröffnungsbehandlung entwickelte sich eine muntere Partie mit leichten Vorteilen für den St. Ingberter. Otto bot im 23. Zug Remis an, und nach längerem Nachdenken entschied sich Willi Schuh gegen ein chancenreiches, aber nicht risikoloses Qualitätsopfer und für den Spatz in der Hand in Form eines Remis. Für Otto ein schöner Achtungserfolg, den ihm wohl die Wenigsten zugetraut hätten und der mich sehr für ihn gefreut hat. Nach dem Big Point für unsere 4. Mannschaft gegen SVG Saarbrücken 3 mit seinem entscheidenden Sieg gegen Werner Bauer zum 4,5:3,5 ist "König Otto" als Ersatzspieler in höheren Mannschaften in dieser Saison noch ungeschlagen. Großer Sport!

Während sich Otto nach seinem Remis zufrieden dem Studium seiner geliebten Taschenbibel widmen konnte, entwickelten sich an den übrigen Brettern z.T. sehr spannende Partien. Reinhold Ripperger legte seine Partie gegen Hans Jürgen Eich wie üblich scharf an. Nach einem Fehler von Hans Jürgen im 18. Zug konnte Reinhold die gegnerische Königsstellung zertrümmern und uns in Führung bringen(1,5:0,5). Max Müller erhöhte dann gegen Hans Barmbold zum 2,5:0,5. In einer ebenfalls von beiden Seiten aggressiv angelegten Partie mit gegenseitigen Rochaden erwies sich der Angriff von Max als schneller. Max spielte die Partie sauber zu Ende und gewann sicher. Ein schöner Erfolg für Max gegen einen starken Gegner.

Anschließend konnte ich gegen Thomas Deutsch die Vorentscheidung erzielen. Mit Weiß erreichte ich einen angenehmen Eröffnungsvorteil und konnte nach einer Ungenauigkeit von Thomas einen Bauern gewinnen. Mein Gegner entschied sich statt dessen, eine Figur für einen Bauern und etwas Gegenspiel zu opfern. Die Kompensation erwies sich allerdings nicht als ausreichend (3,5:0,5).

Unseren Sieg stellte dann standesgemäß Topscorer und Geburtstagskind Stephan Busemann (nochmal herzlichen Glückwunsch!) gegen Ulrich Höfer sicher. Bereits im 11. Zug kam Stephan entscheidend in Vorteil. Trotz einiger Ungenauigkeiten, die zu Gegenchancen für Ulrich Höfer in der Zeitnotphase führten, gelang ihm ein verdienter Sieg (4,5:0,5). Mit 6,5/7 ist Stephan jetzt alleiniger Topscorer der Saarlandliga. Klasse!

Kurz nach dem 40. Zug gelang Jens Barmbold am Spitzenbrett gegen Alexander Gress der erste Sieg für GEMA zum 4,5:1,5. In der für mich interessantesten Partie des Kampfes lieferten sich die beiden Kreativspieler einen harten Fight, zu dem auch Alex wesentlich beitrug. Am Ende hatte Jens Barmbold nicht unverdient das bessere Ende für sich.

Gerhard Scheuermann erhöhte daraufhin für uns wieder zum 5,5:1,5. Gegen Ralf Courtial lehnte er im 20. Zug ein Remisangebot ab, was sich auszahlte, als Gerhard kurz vor dem 40. Zug zu entscheidendem Königsangriff kam. Ein Figureneinsteller im 40. Zug in bereits verlorener Stellung zwang Ralf Courtial dann zur sofortigen Aufgabe.

Zuletzt spielte noch Jörg Becker gegen den jungen Tobias Zengerle. Jörg kam meines Erachtens nach besser aus der Eröffnung, allerdings fand Tobias im Mittelspiel eine sehr gefährliche Angriffsidee, die nach nicht optimaler Reaktion von Jörg zu einer Gewinnstellung für den jungen St. Ingberter führte, wenngleich noch erhebliche technische Schwierigkeiten bevorstanden. Jörg verteidigte sich nun sehr zäh und konnte sich im 62. Zug tatsächlich noch ins Remis retten. Zuvor hatte Tobias Zengerle mehrfach Gewinnmöglichkeiten ausgelassen, die allerdings nicht ganz trivial waren. Insgesamt ein mit dem Glück des Tüchtigen erkämpftes Remis für Jörg gegen einen stark aufspielenden Gegner (6:2).

Trotz dieses Sieges wird es voraussichtlich nichts mehr mit der Meisterschaft, da Gambit auch die bisher sehr konstant spielenden Winterbacher souverän mit 6:2 bezwang und mit 2 Mannschafts- und 5 Brettpunkten Vorsprung bei 2 noch ausstehenden Spielen bereits den Meisterschaftssekt kalt stellen kann. Dennoch werden wir auch in den kommenden Spielen nichts verschenken und versuchen, zumindest den 2. Platz zu sichern.

 

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.