Nachbericht zum Spiel Schwarzenbach 2 – GEMA St. Ingbert

Am 10.1. mussten wir gegen GEMA St. Ingbert antreten, die bisher eine starke Saison gespielt hatten (4:4 gegen Winterbach, sonst 2 Siege). Wir waren also gewarnt, und obwohl GEMA etwas ersatzgeschwächt war, lieferten sie uns einen offenen Kampf.

Nach gut 3 Stunden fielen die ersten Entscheidungen. Alex Gress und Hans Barmbold spielten eine sehr scharfe und für die Zuschauer attraktive Najdorf-Partie, in der der schwarze König von Hans bis zum Ende auf e8 verblieb, sein Turm allerdings plötzlich auf h1 auftauchte. Alex verlor im Verlauf der Verwicklungen eine Figur, und letztlich konnte Hans seinen Materialvorteil zu einem entscheidenden Angriff nutzen. Etwa zur selben Zeit gewann Johannes Backens überzeugend gegen Ulrich Höfer. Bereits nach der Eröffnung erzielte Johannes Raumvorteil am Königsflügel, auch nach dem Damentausch hielt seine Initiative an und führte zu 2 Mehrbauern bei immer noch besserer Stellung (1:1).

Jörg Becker konnte sich gegen Tobias Zengerle insgesamt verdient für seine Beinahe-Niederlage aus dem Vorjahr revanchieren. Im Mittelspiel verzichtete Tobias darauf, die Qualität zurückzugewinnen, wonach die Stellung keineswegs klar gewesen wäre. So konnte Jörg mit seinen 2 Türmen entscheidend in die weiße Stellung eindringen (2:1). In meiner Schwarzpartie gegen Ralf Courtial konnte ich allmählich Vorteil erzielen, und mein starker Freibauer auf c3 gab mir gute Gewinnchancen. Leider rächte sich mein viel zu hoher Zeitverbrauch, als ich im 29. Zug meinen schönen Freibauern einzügig einstellte. Wahrscheinlich hätte meine aktive Stellung noch gerade zum Remis gereicht, zu mehr allerdings sicher nicht, so dass ich das Remisangebot meines Gegners nicht ablehnen konnte (2,5:1,5).

Zu diesem Zeitpunkt stand der Kampf auf der Kippe, da sich Max Müller gegen Jens Barmbold nach sehr interessantem Partieverlauf mit ungleicher Materialverteilung in einer kritischen Position befand und Stephan Busemann gegen einen glänzend aufgelegten Thomas Deutsch in einem verlorenen Endspiel landete. Bei Reinhold Ripperger gegen Marius Berrang entstand ein trotz Mehrbauer für Reinhold sehr remisverdächtiges Endspiel mit ungleichen Läufern, so dass es trotz des inzwischen zu erwartenden Sieges von Michael Schera gegen Rodwan Alhassan unklar war, ob es für uns zu mehr als einem 4:4 reichen würde.

Michael gewann dann auch zum 3,5:1,5, wobei sein Gegner in dieser Partie lange Zeit gut mitspielte und durchaus auch seine Chancen hatte. Max hatte seine zwischenzeitlich sehr kritische Stellung durch zähe Verteidigung etwas konsolidiert, ob es zum Remis reichen würde, war aber noch nicht abzusehen. Im ominösen 40. Zug unterlief Jens Barmbold allerdings ein taktisches Übersehen, das Max zu einem doppelten Bauerngewinn ausnutzte. Danach war die Stellung für Max gewonnen (4,5:1,5). Jens nahm die für ihn bittere Niederlage nach zuvor gut gespielter Partie sportlich fair.

Stephan Busemann musste seine Partie gegen Thomas Deutsch bald danach aufgeben. In seiner Analyse zollte Stephan seinem Gegner Respekt für seine starke Partie. Reinhold konnte sein Endspiel mit ungleichen Läufern am Ende sogar noch gewinnen. Hier setzte sich seine größere Endspielerfahrung am Ende doch noch durch. Sein Gegner Marius Berrang spielte allerdings lange Zeit sehr gut mit und zeigte, dass er Potential für deutlich mehr als seine aktuelle Wertungszahl besitzt.

Insgesamt also ein etwas zu hoch ausgefallener 5,5:2,5-Sieg gegen starke St. Ingberter. Bereits am 24.1. geht es mit einem Auswärtsspiel bei Ostertal weiter.

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