Nochmal 6:2 – diesmal bei der SG Ensdorf

Die zweite Mannschaft scheint nach dem debakulösen Auftakt in Tritt gekommen zu sein! Gegen einen in Bestaufstellung angetretenen Gegner dauerte es eine Weile, bis wir uns durchsetzen konnten. Aber am Ende wurde es eine klare Angekegenheit.

Der erste Punkt kam, soweit ich mitbekam, von Reinhold. Er öffnete die h-Linie und drang mit zwei Türmen entscheidend in die gegnerische Königsstellung ein. Am Spitzenbrett lieferte sich Max eine wilde Partie mit Krpan, der an einer Stelle den Gewinn ausließ. Sowas ist dann oft entscheidend, und Max ließ in der Folge auch nichts mehr anbrennen. Jörg hatte gegen Gerd Ludwig eine leicht schlechtere Stellung, doch statt ruhig weiterzuspielen, brannte Gerd ein Feuerwerk im Zentrum ab, das seine Stellung ziemlich ruinierte und Jörg mit Mehrbauern und Läuferpaar zurückließ. Als Gerd dann noch die Qualität einstellte, war der Fall klar. Jans Partie gegen Bernhard Jacobs Damenindisch verlief ausgeglichen, bis Jacob eine Qualität auf f3 opferte und Angriff erhielt. Doch etwas wirklich Durchschlagendes hatte er nicht, und so führte die Partie bald zum Dauerschach.

Johannes spielte  seinen grundsoliden Schwarzaufbau, mit dem Günther Ney mit einem verfrühten Damenausflug Probleme bekam. Er ließ bei gleichzeitigem Bauernverlust einen schwarzen Freibauern auf a3 zu, der Johannes unmittelbar eine Gewinnstellung einbrachte, die er sorgfältig verdichtete. In Zeitnot ließ Johannes jedoch eine Verdopplung von gegnerischen Turm und Dame auf der 7. Reihe zu, was die Partie erst zum Remis und nach einem weiteren Zeitnotfehler zum Verlust degradierte. Bitter so was, doch er trug es mit Fassung. Cedric konnte gegen Dietmar Schuler gewinnen, was eine gewisse Durststrecke beendet. Wir hoffen, es geht weiter so aufwärts!

Meine eigene Stellung gegen Alfred Becking war nach 20 Zügen klar besser, als ich einen Bauerngewinn mit Schwerfigurenendspiel verwarf und ein aussichtsreicher erscheinendes Springerendspiel mit Mehrbauern anstrebte (keine gute Entscheidung!). Und so erwies sich die Sache als ungemein zäh, und den zuhause vom Computer gezeigten Gewinn hätte ich wohl kaum je am Brett gefunden. Also ein enttäuschendes Remis! Gerhards Partie gegen Daniela Schuler verlief lange mit gewissem Vorteil für Gerhard, bis er in klar besserer Stellung (schöner Königsangriff!) den Faden verlor und einen schwarzen Gewinnzug zuließ. In der herannahenden Zeitnot schaffte es Daniela nicht, den Vorteil zu realisieren und verlor schließlich etwas unglücklich auf Zeit.

Alles in allem ein guter Auftritt unserer Mannschaft, deren Sieg auch in dieser Höhe durchaus verdient war.

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