(4) Caissa II – SV Worms 1878 3,5-4,5

SC Caissa Schwarzenbach I 3½-4½ SV Worms 1878            
 1 Gress,Alexander        0 : 1 Schluchter,Steffen      1
 2 Bureik,Matthias Dr.    0 : 1 Muranyi,Karl-Jasmin     2
 3 Scheuermann,Gerhard    0 : 1 Ollenberger,Roland      3
 4 Becker,Joerg           1 : 0 Dauenheimer,Torsten     4
 5 Busemann,Stephan       ½ : ½ Helbig,Daniel           5
 6 Buermann,Jan           1 : 0 Mink,Jens               6
 7 Yin,Stanley            0 : 1 Sattel,Dominique        8
11 Mueller,Max            + : - N,N                    17

Nach dem harten Fight gegen Saarbrücken, bei dem wir ganz dicht an einer Überraschung dran waren, wartete mit Worms der nächste starke Gegner auf uns. Das 7:1 von Worms gegen Mutterstadt hat das Potential dieser Mannschaft sicher mehr als deutlich aufgezeigt. Trotzdem habe ich uns vor dem Spiel nicht als chancenlos eingeschätzt und sollte hiermit recht behalten.

Bis auf Reinhold, der durch Max Müller ersetzt wurde, spielten wir in Bestbesetzung.  Hier gibt es von mir ein riesengroßes Lob an alle Beteiligten. Dass die erste Mannschaft bisher noch nie Ersatz von uns gebraucht hat und wir als 2.Mannschaft in 4 Spielen erst 3 Spieler ersetzen mussten, ist alles andere als selbstverständlich. Nur so können wir den Teamgeist aufbauen, den wir benötigen, um in dieser starken Liga mitzuhalten.

Da Worms nur zu siebt antrat, lagen wir gleich mit 1:0 vorne. Schade für Max, der sich bestimmt sehr auf sein Oberligadebüt gefreut hatte. Bereits vor dem 30. Zug endeten auch die Partien von Stanley und Stephan. Stanley legte die Partie wie gewohnt kreativ an und provozierte ein chancenreiches Figurenopfer seines Gegners Dominique Sattel. Wenn meine kurze Analyse korrekt ist, hatte Weiß mindestens ausreichende Kompensation. Als Stanley dann noch die beste Fortsetzung verpasste, musste er leider bald die Segel streichen. Trotzdem bisher eine starke Saison von Stanley. Stephan musste sich mit Portugiesisch auseinandersetzen. Richtig viele los war in meinen Augen hier nie, so dass das Remis gegen Daniel Helbig folgerichtig war.

Somit ergab sich beim Stand von 1,5:1,5 folgendes Bild: Alex Gress hatte nach interessanter Eröffnungsbehandlung einen verdoppelten Mehrbauern als Kompensation für einen geschwächten Königsflügel und das Läuferpaar von Steffen Schluchter. So richtig gefiel mir Alex` Stellung nicht, aber ich setzte auf seinen Kampfgeist. Matthias bekam gegen das ideenreiche Spiel des nominell stärksten Wormsers Karl-Jasmin Muranyi langsam aber sicher Probleme am Damenflügel. Auch Gerhard sah sich starkem Druck seines Gegners Roland Ollenberger ausgesetzt und verlor einen Bauern ohne echtes Gegenspiel. Daher musste Jörg an Brett 4 trotz objektiv gleicher Stellung das Remisangebot von Torsten Dauenheimer ablehnen. Ich setzte auf Jörgs Härte auch in scheinbar harmlosen Stellungen. Ich selbst hatte eine positionell bessere Stellung gegen Jens Mink, die sich vor dem 40. Zug allerdings verkomplizierte, wobei Jens zwischenzeitlich die Gelegenheit zum Ausgleich verpasste.

Nach dem 40. Zug musste Gerhard mit inzwischen 2 Minusbauern im Turmendspiel aufgeben, so dass Worms in Führung ging. Diese wurde durch Karl-Jasmin Muranyi gegen Matthias Bureik trotz tapferer Gegenwehr auf 1,5:3,5 ausgebaut.

Trotzdem war der Kampf noch nicht vorbei. Jörg kämpfte in weiterhin ausgeglichener Stellung weiter. Alex hatte, nachdem er in der Phase vor dem 40. Zug wohl einige Züge glatt auf Verlust stand, inzwischen ein völlig unklares scharfes Endspiel mit beiderseitigen Chancen erreicht, in dem alle Ergebnisse möglich waren. Ich hatte inzwischen Endspielvorteil, und da mein Gegner, anstatt sich zäh zu verteidigen, eine Figur gegen 2 Bauern und später weiteres Material opferte, um ein Endspiel mit Turm, f- und h-Bauer gegen 2 Springer, Läufer und h-Bauer meinerseits zu erhalten, war die Partie bald auch objektiv gewonnen. Mit etwas Glück hätten wir also trotz des deutlichen Rückstandes punkten können.

Leider verlor Alex das komplizierte Endspiel gegen Steffen Schluchter zum entscheidenden 1,5:4,5. Immerhin gewann Jörg Becker nach einem Fehler seines Gegners etwas glücklich eine Qualität und bald darauf die Partie, und auch ich konnte das Endspiel gegen Jens Mink zum Sieg führen.

Unter dem Strich steht somit ein 3,5:4,5, das insgesamt in Ordnung geht. Sehr positiv werte ich, dass wir wieder bis zum Schluss gefightet und uns keineswegs unter Wert verkauft haben. Wenn wir so weiterspielen, bin ich mir sicher, dass unser Unentschieden gegen Mutterstadt nicht unser einziger Punktgewinn bleiben wird.

Kommentare sind deaktiviert