Schwarzenbach 2: 6,5:1,5-Sieg bei Illingen 2

Nach der 5,5:2,5-Niederlage gegen Illingen 1 stand am 11.12. bereits das nächste Spiel gegen Illingen auf dem Plan, diesmal gegen die 2. Mannschaft. Leider fiel Gerhard kurzfristig aus, und wegen der allgemeinen Personalknappheit entschieden wir uns, zu siebt anzutreten. Illingen 2 trat zwar komplett, aber ersatzgeschwächt an, so dass wir dennoch favorisiert waren.

Unserer Favoritenrolle wurden wir dann auch von Anfang an gerecht. Bereits nach 11 Zügen konnte Johannes Backens an Brett 3 seinen Gegner Alexander Keßler mit einem tödlichen Doppelangriff zur Aufgabe zwingen. Seine Dame auf e4 drohte Matt auf h7 und Turmgewinn auf a8, was nicht gleichzeitig pariert werden konnte (1:1). Bereits in Führung brachte uns bald danach Jörg Becker an Brett 6, der mit Schwarz die etwas überambitionierte Eröffnungsbehandlung seines Gegners Fabian Meiser gekonnt widerlegte und bereits nach 10 Zügen großen Vorteil erlangte. Mit einem vollkommen korrekten Turmopfer gegen den in der Mitte verbliebenen weißen König krönte Jörg die Partie und gewann im 17. Zug. Sehenswert! (2:1).

Max Müller am Spitzenbrett baute unsere Führung mit einem schönen Weißsieg gegen Illingens Kultspieler Tilman Giese auf 3:1 aus. Eine starke Vorstellung von Max, sein Gegner fand nie richtig in die Partie.

Deutlich mehr Mühe hatte Reinhold Ripperger an Brett 7 gegen den nominell deutlich unterlegenen Jugendspieler Lukas Siemann. Reinhold legte die Partie wie immer scharf an und erreichte nach der Eröffnung auch Vorteil. Sein Gegner verteidigte sich jedoch zäh und konnte die Partie um den 20. Zug ausgleichen, nachdem Reinhold nicht die beste Fortsetzung gefunden hatte. Im 24. Zug übersah Lukas ein einzügiges Matt (4:1). Bei beidseits bestem Spiel wäre ein gleiches Endspiel entstanden. Reinhold bleibt mit 4 aus 4 unser Topscorer (Chapeau!), von seinem Gegner Lukas Siemann wird man in Zukunft sicher noch hören.

Den Mannschaftssieg konnte ich selbst an Brett 5 mit einem Weißsieg gegen Fritz Henschel sicherstellen. Nachdem ich durch oberflächliches Spiel große Teile meines Eröffnungsvorteils eingebüßt hatte und nur leicht besser stand, unterlief Fritz ein positioneller Fehler, der es mir gestattete, einen dominierenden Springer auf f5 zu positionieren. Hiernach konnte ich meine Stellung weiter verstärken und bald entscheidend Material gewinnen (5:1).

Cedric Recktenwald an 3 konnte durch einen Schwarzsieg gegen Volker Hubig sogar auf 6:1 erhöhen. Die Partie liegt mir nicht vor, soweit ich es von außen beurteilen konnte, war der Sieg von Cedric jedoch absolut verdient.

Sollte es sogar zu siebt ein 7:1 geben? Nein, hiergegen hatte der Illinger Viktor Siebert etwas einzuwenden. Gegen ihn konnte Stephan Busemann an Brett 2 die Stellung nach der Eröffnung in etwa ausgleichen. Im Verlauf der Partie geriet Stephan jedoch etwas auf die schiefe Bahn und gelangte in ein schlechteres Turmendspiel. Dieses Turmendspiel wurde beidseits alles andere als fehlerfrei behandelt, was wieder einmal zeigt, wie schwierig solche Endspiele sind. In der Endstellung bot Gentleman Viktor dann in für ihn gewonnener Stellung remis an, was Stephan natürlich annahm (6,5:1,5).

Insgesamt war es ein überzeugender Sieg unseres Teams zum Jahresabschluss gegen eine Illinger Mannschaft, die offensichtlich nicht ihren besten Tag erwischt hatte.

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