Schwarzenbach 2: Glücklicher Auftaktsieg gegen Winterbach

(Bericht von Jan Bürmann)

Nach unserem Oberliga-Abenteuer stand jetzt also wieder der Saarlandliga-Alltag auf dem Programm. Zum Auftakt gab es gegen die ebenfalls oberligaerfahrenen Winterbacher gleich einen echten Härtetest. Wir mussten Matthias und Stanley ersetzen, dafür kam Edelreservist Stoppes zum Einsatz. Winterbach konnte in Bestbesetzung antreten, so dass wir auf dem Papier nur leicht favorisiert waren und man ein enges Match erwarten durfte.

Als erstes trennten sich am Spitzenbrett Alex Gress und Thomas Becker mit einem leistungsgerechten Remis. Danach konnte ich uns durch einen Sieg gegen Thomas Schütz in Führung bringen. Nach etwas extravaganter Eröffnung (1. d4 Sc6) konnte ich eine Ungenauigkeit meines Gegner im 8. Zug ausnutzen und einen Bauern bei besserer Stellung gewinnen. Nach weiteren Bauernverlusten musste Thomas bald aufgeben. Trotzdem entwickelte sich der Kampf in dieser Phase eher ungünstig für uns. An den Brettern 2-4 war noch nicht Entscheidendes passiert, aber Stoppes an Brett 7 geriet gegen Josef Robert unter starken Druck, während Michael Horras mit Schwarz an Brett 8 gegen Reinhold Ripperger mit einem starken Springer auf d4 und einem Turm auf der 2. Reihe in Vorteil kam. Gerhard Scheuermann an 5 hatte nach einer unorthodoxen Gambiteröffnung von Philipp Sahm zwar 2 Bauern mehr, wobei die Gegenchancen von Weiß nicht zu unterschätzen waren.

Nach einem vernichtenden Einschlag auf f7 erzielte Robert Josef gegen Stoppes dann auch bald den Ausgleich zum 1,5:1,5. Reinhold musste in ein Turmendspiel mit Minusbauern abwickeln. Zu allem Überfluss verlor Gerhard in komplizierter Stellung völlig den Faden und hatte zwischenzeitlich einen ganzen Turm weniger. Da sich an den vorderen Brettern auch kein deutliches Übergewicht für uns abzeichnete, sah es zu Beginn der 4. Stunde nach einer Niederlage aus.

Aber mit Kampfgeist und dem Glück des Tüchtigen kamen wir in das Match zurück. Max holte an Brett 2 gegen den starken Hanno Spengler ein sicheres Remis zum 2:2. Für Max ein guter Einstand an Brett 2. Jörg kämpfte in komplizierter Stellung gegen Thomas Herrmann, während ich die Stellung von Stephan Busemann gegen Manfred Hell lange Zeit als ausgeglichen einstufte. Reinhold kam trotz Minusbauer im Turmendspiel zu Gegenchancen, da ihm sein Gegner am Damenflügel erhebliches Gegenspiel einräumte. Nachdem Michael Horras dann noch völlig verunglückt ins Bauernendspiel abwickelte, konnte Reinhold sogar ein gewonnenes Damenendspiel erreichen. Auch unser Taktiker Gerhard ("Durch Aufgeben hat noch keiner gewonnen!") konnte trotz Minusturm glücklich in ein Dauerschach entkommen. Statt eines zu befürchtenden 2:4 lagen wir plötzlich mit 3,5:2,5 in Führung!

Und die ließen wir uns nicht mehr nehmen. Kurz vor dem 40. Zug hatte Stephan Busemann seinen Freibauern auf der d-Linie in Marsch setzen können, was ihn in Vorteil brachte. Nachdem er dann noch seine Dame zentralisieren und mit seinem Turm auf der 7. Reihe eindringen konnte, musste Manfred Hell die Segel streichen, was unseren Sieg bedeutete. Da fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass Jörg Becker sein kompliziertes Endspiel gegen Thomas Herrmann nicht halten konnte.

Insgesamt also ein hart und mit einer gehörigen Portion Glück erkämpfter 4,5:3,5-Sieg gegen starke Winterbacher. Bereits am kommenden Sonntag geht es gegen die SG Bexbach/Fischbach weiter.

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