2. Spieltag: 4:4 für die 2. Mannschaft, Siege für die 3. und 4. Mannschaft

Am 1.10. fand der 2. Spieltag auf Saarlandebene statt. Die dritte Mannschaft tat sich nach ihrer Galavorstellung beim 6,5:1,5-Auftaktsieg gegen Riegelsberg deutlich schwerer gegen die 2. Mannschaft von Gambit Saarbrücken. Laut den mir zugetragenen Augenzeugenberichten war der 4,5:3,5-Sieg etwas glücklich, was die Leistung der Truppe natürlich nicht schmälert. Immerhin ist die dritte Mannschaft damit ungeschlagener alleiniger Tabellenführer! Und Qualität zeigt sich gerade auch in engen Spielen. Harald Jochem und Achim Trumm gewannen, Christian Uhrig verlor, Alex Gress, Robert Fiedler, Nima Saken-Shaft, Michael Schera und Angelika Kirchmeyer steuerten halbe Punkte bei.

Die 2. und 4. Mannschaft mussten beide bei der neuen Spielgemeinschaft GEMA St. Ingbert/Lebach antreten. Sehr gefreut habe ich mich über den nicht unbedingt erwarteten Sieg der 4. Mannschaft bei GEMA/Lebach 3. Hans-Jürgen Stopp, Dieter Stolz, Markus Luy, Dieter Heuchert und Nicolas Bureik stellten mit ihren Siegen den Mannschaftserfolg sicher. Horst Krüger und unsere beiden Griechen Theo Kolokotronis und Epameinondas Lyros verloren leider, aber auch sie werden bestimmt bald ihre Erfolgserlebnisse haben. Das waren zwei ganz wichtige Punkte für die 4. Mannschaft!

Noch nicht so rund läuft es in dieser Saison für die 2. Mannschaft. Gegen die 1. Mannschaft der SG GEMA/Lebach reichte es am Ende nur zu einem hart umkämpften 4:4. Zwar fehlten mit Stephan Busemann und Cedric Recktenwald wieder 2 Stammspieler, mit den starken Ersatzleuten Ulle Wolf und Comebacker Gernot Weiser waren wir dennoch nominell favorisiert. Allerdings leistete GEMA/Lebach starke Gegenwehr. Nach einem schnellen Remis zwischen Jens Barmbold und Max Müller an Brett 1 brachte nach knapp 2 Stunden der stark aufspielende Maximilian Steffen an Brett 6  mit einem meiner Einschätzung nach verdienten Sieg gegen Ulle unsere Gegner in Führung. Schade für Ulle, aber danke für deinen Einsatz, und dein kämpferisches Schach wird sicher bald auch wieder mit Punkten belohnt werden! Gernot Weiser erzielte bald darauf ein sicheres Schwarzremis an Brett 8 gegen Jakov Rubinov. Nach der langen Pause war dies trotz nomineller Überlegenheit von Gernot ein akzeptables Ergebnis zum 1:2-Zwischenstand. Gute Stellungen von Reinhold, Johannes und Gerhard ließen uns dennoch auf einen positiven Kampfverlauf hoffen.

Dann wurde es leider etwas tragisch. Reinhold Ripperger erreichte an Brett 7 gegen Joachim Zeitz eine sehr gute Stellung mit meiner Einschätzung nach guten Gewinnchancen. Leider realisierte Reinhold offenbar nicht, dass er sich in akuter Zeitnot befand. Er lehnte ein Remisangebot ab (stellungsgemäß richtig, in Anbetracht der Zeit riskant) und überschritt bald darauf leider die Zeit (1:3). Sehr schade für Reinhold, der anschließend verständlicherweise sehr geknickt war. Hier musste er leider seinem gesundheitlichen Handicap Tribut zollen. Umso höher sind Reinholds trotzdem erreichte tolle Leistungen in den letzten Jahren einzuschätzen (z.B. 8/8 im Vorjahr). Kopf hoch, Reinhold, sei stolz auf dich und lass dich nicht entmutigen!

Immerhin kämpften wir trotzdem nicht ohne Erfolg weiter und konnten nach der Zeitkontrolle immerhin auf 3,5:3,5 ausgleichen. Jörg Becker erspielte an Brett 2 mit Schwarz gegen Hans Barmbold ein letztlich wohl leistungsgerechtes Remis. Den Ausgleich erzielten Gerhard Scheuermann an Brett 5 mit einem überzeugenden Sieg gegen Hans-Jürgen Eich sowie Johannes Backens an 4 mit einem Schwarzsieg gegen Ralf Courtial. Gegen den wie üblich sehr soliden Weißaufbau von Ralf spielte Johannes ebenfalls solide, aber sehr stark und erreichte allmählich positionellen Vorteil. Das Ende habe ich nicht gesehen, meines Erachtens geht der Sieg von Johannes aber in jedem Fall in Ordnung. Nachdem er bereits gegen Winterbach mit guter Leistung einen Lichtblick darstellte, zeigte Johannes mit starkem Spiel erneut, dass er noch viel Potential nach oben hat. Super!

Damit hing alles an meiner Weißpartie an Brett 3 gegen Christian Baus. Nachdem ich mir in der Eröffnung leichten Vorteil erspielt hatte, kam ich nach dem 30. Zug mit Dame und Springer gegen Dame und schlechten Läufer in deutlichen Vorteil und konnte einen Bauern bei weiterhin besserer Stellung gewinnen. Leider ließ ich vor dem 40. Zug ein paar gute Möglichkeiten aus und wickelte ungünstig in ein kompliziertes Endspiel ab, in dem der Läufer meines Gegners plötzlich stark wurde und ich nach dem 40. Zug feststellen musste, dass meine geplante Variante gegen die starken Freibauern meines Gegners glatt verliert. Praktisch wohl richtig spielte ich dann auf Nummer sicher und beorderte meinen König gegen die Freibauern, musste allerdings meinen Springer gegen einen von ihnen opfern, wonach die Partie letztlich remis endete. Nach Computeranalyse hätte es im Verlauf des Endspiels zwei versteckte Gewinnmöglichkeiten für mich gegeben, die allerdings so komplex und riskant gewesen wären, dass das Remis im Endspiel letztlich in Ordnung geht. Respekt für die zähe Verteidigung von Christian.

Somit mussten wir letztendlich mit einem 4:4 zufrieden sein. Im Spiel gegen den noch punktlosen Aufsteiger Eppelborn müssen wir nun unbedingt punkten, ansonsten heißt es statt Aufstiegskampf diesmal Abstiegskampf.

 

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