84. Deutsche Schachmeisterschaft 2013 in Saarbrücken

Starke Leistung von Andre Oberhofer,  
Klaus Bischoff Deutscher Meister,

Vom 06. bis zum 14. September fand in der Herrmann-Neuberger-Sportschule die deutsche Einzelmeisterschaft im Schach statt, ausgerichtet wie schon 2009 vom saarländischen Schachverband.

In dem 42 Teilnehmer starken Feld aus renommierten Großmeistern, angeführt von den favorisierten Daniel Fridmann und Rainer Buhmann, jungen Kaderspielern aus ganz Deutschland und den Vertretern der Bundesländer, die sich durch die Meisterschaft in ihren jeweiligen Verbänden qualifiziert hatten, war unser SC Caissa Schwarzenbach mit Rick Frischmann, dem amtierende Saarlandmeister Ronny Müller, Andre Oberhofer und Hendrik Tabatt der Verein mit den meisten Teilnehmern.

Besonderes Augenmerk lag auf der sogenannten „Prinzen-Gruppe“, den 4 stärksten deutschen Nachwuchs-hoffnungen, die vom Verband besondere Förderung erfahren. Die Gruppe besteht aus Matthias Blübaum (Werder Bremen), Dennis Wagner (Hockenheim), Rasmus Svane ( Hamburger SK) und Alexander Donchenko (SK Gießen). Von diesen 4 erhofft sich Schach-Deutschland, dass sie in absehbarer Zeit in die Top-100 der Welt vordringen können.

Die Überraschung der ersten Runde gelang allerdings keinem der jungen Spieler sondern dem Präsidenten des SSV Herbert Bastian, der dem topgesetzten Großmeister Daniel Fridmann in der ersten Runde ein Unentschieden abnehmen konnte. Schlechter lief es zum Auftakt für unsere 4, die jeweils gegen höher gesetzten Gegner die Waffen strecken mussten. Davon ließ sich jedoch insbesondere Andre nicht demoralisieren, er gewann seine nächsten 3 Begegnungen, bezwang dabei auch den internationalen Meister Tobias Jugelt, und hatte mit einem mal Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Derweil bezwang Großmeister Klaus Bischoff (Katernberg) den außer Form agierenden Daniel Fridmann, was sich hinterher als turnierentscheidende Partie herausstellte. Auch die „Prinzengruppe“ hielt ziemlich geschlossen Kontakt zur Spitze.

Weniger gut war der Turnierverlauf für die anderen Schwarzenbacher, insbesondere Hendrik hatte mit einem halben Punkt aus 4 Partien einen ganz schlechten Start.

Immer stärker trumpfte jedoch Andre auf, der sich von einer Niederlage in der fünsten Runde nicht aus dem Konzept bringen ließ, und in Runde 6 und 7 zwei Siege einfuhr gegen die internationalen Meister Sebastian Plischki und Matthias Blübaum. In Runde 8 stand er dann gegen Großmeister Klaus Bischoff kurz vor der Sensation, griff allerdings bei knapper Bedenkzeit fehl, und musste die Partie aufgeben. Ein Sieg oder wenigstens ein Unentschieden hätten ihm ernsthafte Titelchancen eingeräumt. So aber konnte der Katernberger Großmeister mit einem Remis in der letzten Runde letztlich verdient den Titel des Deutschen Meisters verbuchen. Andre Oberhofer musste sich am Ende mit Platz 11 begnügen, dufte sich aber mit einer sehr starken Leistung trösten, die ihm eine Norm zum Internationalen Meister einbrachte. Hendrik schloss das Turnier nach einer Aufholjagd noch mit versöhnlichen 4 Punkten und Platz 30 ab, Ronny und Rick belegten die Plätze 36 und 37.

 

 

 

 

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