Letzte 16!

Nach unserer erfolgreichen Titelverteidigung im saarländischen Mannschaftspokal ging es nun auf deutscher Ebene weiter.

Zur Vorrundes des Deutschen Mannschaftspokals mussten wir nach Pirmasens. Das war erfreulich, weil nicht weit weg:)

Abgesehen von uns und den Gastgebern waren noch der SK Lauffen vertreten, die wir in der letztjährigen Vorrunde schlagen konnten, sowie der Bundesligist SC Eppingen, der in entsprechender Besetzung klarer Favorit wäre.

Samstags traten wir mit Rick, Ronny, Achim und mir (genau in dieser Reihenfolge spielten wir dann auch) an, und losten die Gastgeber aus Pirmasens. Nominell waren wir deutlich favorisiert, aber das hat bekanntlich nix zu heißen. Und hundertprozentig glatt lief es dann eben auch nicht:

Ich spielte an Brett 4 mit Weiß gegen den Pirmasenser „Chef“ Frank Scherer, der es unterließ, mich für meine inakkurate Eröffnungbehandlung zu bestrafen. Das wäre an 2 Stellen möglich gewesen, und ich hätte mich mit einer sehr bedenklichen Stellung auseinandersetzen müssen. Zum Glück für mich kam es anders: Nachdem Frank seine Chancen ausgelassen hatte, stand ich direkt vorteilhaft, was sich in den nächsten Zügen ausbauen ließ. Mein Vorteil vergrößerte sich zusehends, was meinen Gegner schließlich zu einem Turmopfer veranlasste, dass allerdings zu wenige Chancen bot. Nach 26 Zügen wars vorbei und wir führten 1:0.

Das war nicht schlecht, aber im Pokal an Brett 4 auch noch nicht viel. Mindestens 2 andere unserer Leute mussten also noch Punkte beisteuern.

Erstmal allerdings gelang Pirmasens der Ausgleichstreffer. Ansgar Barthel setzte sich an Brett 1 mit einem sehr guten Vortrag gegen Rick durch. Dabei reichte ihm eine Ungenauigkeit unseres Spitzenspielers, umd den vollen Punkt einzusacken. Jetzt stand es 1:1, aber nach Wertung lagen wir hinten, und ein „Plus-score“ an Brett 2 und 3 war von Nöten.

Da sah es allerdings auch gut aus: Achim stand an Brett 3 mit Schwarz auf Gewinn. In einem „Viel-Bauernendspiel“ mit Leichtfiguren hatte er einen Mehrbauern und die Initiative auf seiner Seite, Kompensation nicht in Sicht. In hoffnungsloser Position überschritt Denis Clauer schließlich die Zeit, und unsere Führung war wieder hergestellt.

Jetzt musste der Mannschaftskapitän noch was beisteuern, und wir wären in der nächsten Runde.

Und das tat er dann mit Schwarz gegen Andreas Stock auch: in einem leicht vorteilhaften Mittelspiel, dass aber auch dem Weißen Chancen bot, konnte Ronny seinen Vorteil langsam vergrößern. Schließlich erreichte er ein Turmendspiel in dem die weiße Stellungen an zu vielen Bauernschwächen krankte. Als der Verlust eines zweiten Bauern nicht mehr abzuwenden war, gab Weiß sich geschlagen, und wir waren in der nächsten Runde.

Am Sonntag trafen wir erwartungsgemäß auf Eppingen, die sich gegen Lauffen durchgesetzt hatten.

Unsere Aufstellung war leicht verändert, Rick wurde durch Manuel ersetzt (keine Straffmaßnahme:), Rick hatte Sonntag keine Zeit, war vorher so abgesprochen).

Eppingen verzichtete auf seine Profis, und trat in der gleichen Besetzung an wie am Vortag,was bedeutete, dass wir es schaffen sollten. Auch aus, aber nicht ausschließlich aus (gutes Deutsch, oder?!) egoistischen Gründen finde ich es gut, dass Eppingen mit seinen eigenen Leuten antrat, und nicht mit bezahlten Spielern, was uns zum Favoriten machte.

Zwar hatte es Ronny an Brett 1 mit Christopher Noe zu tun, einem Eppinger Nachwuchstalent auf dem Weg zu den 2400 Elopunkten, aber an den anderen Brettern, lagen wir nach Zahl mehr oder weniger deutlich vorne.

Ich spielte an Brett 2 mit Schwarz gegen Thorsten Schulte, Manuel an 3 gegen Tobias Wenner, und Achim an 4 gegen Hans Dekan.

Und genau wie am Vortag hatten wir einen guten Start:

Mir gelang ein einigermaßen glatter Schwarzsieg, während Ronny in einer langen Theorie-Variante den Eppinger Spitzenmann neutralisierte, und am Ende einen wichtigen halben Punkt einfuhr.

So brauchten wir bloß noch einen halben Punkt zum weiterkommen.

Manuel hatte dabei eine komplizierte Position auf dem Brett, die trotz seines Mehrbauern Weiß gute praktische Chancen bot. Nach verständlichen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten vergriff sich Manuel schließlich, und Weiß konnte das Matt erzwingen.

Zu unserem Glück hatte Achim parallel eine klare Gewinnstellung heraus gespielt, und brachte uns mit einem Sieg unter die letzten 16!

Bedanken möchte ich mich bei den symphatischen Pirmasensern für die gelungene Ausrichtung, die auch nach ihrem Ausscheiden Sonntags zum zuschauen kamen, und nach dem Match mit uns auf den Sieg anstießen!

Wir feuen uns nun auf die Zwischenrunde im März, in der es deutlich härter werden wird, zumal die „Übermannschaft“ aus Baden-Baden in unserer Gruppe ist.

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